Kein Durchblick in vielen Bereichen



Heute Stand das erste Spiel vom Spiele-Marathon unserer AH in den nächsten fünf Tagen an. Um 19:00 Uhr war Anstoß in Indersdorf für das Nachholspiel gegen Schwabhausen/Erdweg. Sah es beim Warmlaufen noch nach gutem Wetter für einen gepflegten Flutlichtkick aus, hat sich das Wetter pünktlich zum Anpfiff um 180 Grad gedreht.

Auf einmal fing es an zu regnen, das selbst die Blätter zu nass zum mitschreiben wurden. Zum allen Überfluss sah das Wetter an der zweiten Heimspielstädte in Weichs anhand der Wolkenlage wesentlich besser aus. Die wirklich sehr gut besetzte Mannschaft ließ sich aber nicht vom Wetter beeindrucken und hatte direkt in der ersten Minute eine tolle Chance durch einen Fernschuss durch Marold. Auch in den weiteren Minuten waren wir klar am Zug und fast ununterbrochen in der Hälfte der Schwabhausener. Bestraft wurden dann fast die ausgelassenen Chancen durch die erste Ecke der Gegner, die sie sich über einen tollen Angriff über die rechte Seite herausgespielt haben. Es stand aber auch danach weiterhin 0:0. Zwei Minuten später war dann der erste Schreckmoment, als Schwabhausen in der 11. Minute erneut nach einer Hereingaben von der rechten Seite den Abschluss an die Latte setzte. Direkt danach folgte auch noch ein Fernschuss, erneut von der rechten Seite, der knapp am Tor vorbei ging.


Vor dem Spiel waren die Lichtverhältnisse noch sehr gut


Generell war zu beobachten, dass das Spiel Hauptsächlich über unsere linke bzw. der rechten Seite der Schwabhausener stattgefunden hat. Es kann nur zwei Gründe für diese Tatsache geben, die erste war die Fanfreundlichkeit, da dadurch die anwesenden Fans, die aufgrund des starken Regens in die Autos geflüchtet sind, so besser dem Spiel folgen konnten, oder weil ein Flutlicht auf der gegenüberliegenden Seite ausgefallen war, wodurch die Lichtverhältnisse nicht die Besten waren. Die Sicht war so stark beeinträchtigt, dass die Fotografen keine Bilder machen konnten und auch viele Bälle im Aufbau direkt zum Gegner gespielt wurden.

Ein Fehlpass nach einem eigenen Freistoß in der 16. Minute an der Mittellinie hatte dann auch einen gefährlichen Kontor der Schwabhausener zur Folge, der aber erneut knapp am Tor vorbei ging. Zwei Minuten später haben es die „Wölfe“ dann jedoch besser gemacht und aus abseitsverdächtiger Position das eins zu null erzielt. Wie gesagt das mit der Sicht war heute alles andere als einfach und für den Schiedsrichter als Brillenträger noch wesentlich herausfordernder, da er nicht nur mit den Tropfen auf der Brille zu kämpfen hatte sondern auch mit den unterschiedlichen Lichtverhältnisse auf dem Platz klarkommen musste.

Unsere Mannschaft wirkte aber alles andere als geschockt und hatte in der 20 Minute durch einen überragenden Fernschuss durch Marold fast das eins zu eins erzielt, einzig der Pfosten hatte etwas dagegen, da der Ball von ihm gegen den Torwart geprallt ist und von diesem dann leider nicht ins Tor sondern knapp vorbei ins Seitenaus.

Leider wurde es danach erst einmal ein wenig ruhiger und die Mannschaft hat die sich die bietenden Lücken auf dem Platz nicht nutzen können. Die Zuschauer kehrten auch langsam an den Platz zurück und mussten bis zur 37 Minute auf einen Fernschuss von Basti, dieses Mal von unserer rechten Seite, warten. Leider konnte der Torwart diesen entschärfen. Bis zur Halbzeit hatten wir dann erst in der 41. Minute Glück, als ein Querschläger im eigenen Strafraum fast ins eigene Tor ging und in der 44 Minute Pech, als der Schuss von Erwin knapp rechts am Tor vorbei ging.


Die Perspektive der Zuschauer der ersten Halbzeit


In der Halbzeit haben sich die Mannschaften dann eigenes vorgenommen da es nun in den Zweikämpfen hitziger wurde. Da war die gelbe Karte in der 51. Minute für die Schwabhausener auch nur eine Frage der Zeit. In der 60. Minute stand dann das Fußballspielen wieder im Fokus als ein Schwabhausener nach tollem Steckpass auf einmal alleine auf unseren Erik zugelaufen ist, der die Chance aber im letzten Moment klären konnte.

In der 65. Minute folgte dann die erste gelbe Karte für Nitti, nach einem taktischen Foul im Mittelkreis. Das in der nächsten identischen Szene bei einem Foul an Marold auf der Gegenseite nicht die gleiche Entscheidung durch den Schiedsrichter getroffen wurde und auch der Schwabhausener verwarnt wurde lag sicher an den unglücklichen Lichtverhältnissen, anders ist es nicht zu erklären.

Anschließend versuchten Beni und Basti mit Fernschüssen zum Erfolg zu kommen, aber leider war auch hier die Sicht zu schlecht um genau zu zielen.

So kam es in der 73. Minute dann leider zum Ausbau der Führung als erneut nach einem tollen Steckpass ein Spieler alleine auf Erik zulief und dieses Mal mit einem Heber über Erik zum Torerfolg kam. Besonders ärgerlich an der Szene war, dass wir nach einem erneuten Aufbaufehler ganz klassisch ausgekontert wurden. Trotz der roten Trikots waren die Mitspieler heute nicht immer eindeutig für den Kurzpass zu erkennen, so schien es jedenfalls für die Außenstehenden.

Eine fast identische Szene passierte nur zwei Minuten später, dieses Mal konnte Erik den Winkel aber so gekonnt verkürzen das der Ball knapp links am Tor vorbei ging.

Wir versuchten aber weiterhin alles und steckten nicht auf, die vergangenen Spiele haben uns schon oft gezeigt, dass wir Comeback-Qualitäten haben. Und so auch heute als Johannes in der 83. Minuten nach einer Ecke einköpfen konnte. Die Mannschaft war nun absolut gewillt das Spiel noch auszugleichen und rannte an. In der 85. Minute wurden wir auch fast bei dem Fernschuss durch Marold belohnt, aber leider ging dieser wieder knapp links am Tor vorbei. Generell wurde das Spiel immer hitziger, da die Wölfe natürlich versuchten das Spiel über die Zeit zu bringen. In der 1. Minute der Nachspielzeit rannte dann wieder ein Spieler alleine in Richtung Erik, der die Szene aber im letzten Moment klären konnte, unnötiger Weise hat der Gegenspieler dabei voll durchgezogen. Erik hat sich Gott sei dank nicht verletzt, das hätte aber auch anders ausgehen können, das der Schwabhausener sich selbst in der Szene verletzt hatte kostete uns dann zusätzlich Zeit.

Das Erik dann kurze Zeit später einen Body-Check bei einem Abstoß vom Tor durch einen Gegenspieler bekommen hat, war völlig unnötig und trug nicht gerade zur Beruhigung des Spielgeschehens bei. Das der Schiedsrichter hier nicht durchgegriffen hat ist erneut einzig mit den Sichtverhältnissen zu erklären.

In den letzten Minuten haben wir dann alles nach vorne geworfen und noch versucht den Ausgleich zu erzielen, was aber leider nicht mehr geklappt hat. Statt dessen haben die Schwabhausener in der 97 (!!!) Minute den Platz im 16 Meter Raum genutzt und nach einer Ecke den 1:3 Endstand nach einem Kopfball erzielt.

Unterm Strich war das heute leider zu wenig um das Spiel für sich zu entscheiden. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, da beide Mannschaften fast ausgeglichen viele Torchancen hatten. Aber es bleibt jetzt keine Zeit darüber zu debattieren, denn am Freitagabend steht bereits das nächste Heimspiel um 19 Uhr in Indersdorf gegen Birkenhof-Eschenried an.

Hoffen wir das die Lichtverhältnisse dann besser sind und alle Beteiligten dann wieder einen besseren Durchblick haben, der Schreiber dieser Zeilen eingeschlossen..;-)



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